1-2-3

Stufe 1

Das RUZLA-Verfahren kennt drei interaktions-bezogene Richtungen von Handlungen:

  • Vorwärts
  • Halt
  • Rückwärts.

Dies betrifft den unwillkürlichen ersten Impuls in Bezug zur situativen Gegebenheit.

Das RUZLA-Verfahren fordert dazu auf, vor Aufnahme einer Handlung, sei sie intervenierend, entziehend oder unterlassend, sich der Richtung dieses Impulses gewahr zu werden.

 

Mit dem jeweiligen Handlungs-Impuls ist stets eine Emotion verknüpft:

  • Freude oder Zorn (VORWÄRTS), bzw.
  • Angst oder Ekel (RÜCKWÄRTS), bzw.
  • Kummer oder Überraschung (HALT).

R - Richtung

U

Z

L

A

Stufe 2

R

U - Ursprung

Z

L

A

Das RUZLA-Verfahren unterscheidet an möglichen Ursprüngen von Handlungs-Impuls bzw. Emotion:

  • den Beruflichen Auftrag,
  • die Außergewöhnliche Situation und
  • die Innere Stimme.

 

Mit dem jeweiligen Ursprung des Handlungs-Impulses ist eine Grundhaltung verknüpft:

  • "Ich muss" (Beruflicher Auftrag), bzw.
  • "Jemand sollte" (Außergewöhnliche Situation), bzw.
  • "Ich möchte" (Innere Stimme).

Stufe 3

R

U

Z - Zuständigkeit

L - Legitimität

A - Angemessenheit

Im dritten Schritt hilft das RUZLA-Verfahren beim Stellen der Handlungs-Weichen. Dazu werden die jeweiligen Handlungs-Alternativen und Optionen unter drei Aspekten beleuchtet:

  • der Zuständigkeit,
  • der Legitimität / Begründbarkeit und
  • der Angemessenheit.

 

Argumente für die Begründbarkeit und Angemessenheit des beabsichtigen Tuns liefert neben dem sozialberuflichen Fachwissen insbesondere das Schema einer Werte- und Prinzipienorientierung nach Kaminsky.

 

Eine daraus abgeleitete Handlung ist sozialberuflich und professions-ethisch fundiert.

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